Niels über die EP “Hereinspaziert”

Die erste EP “Hereinspaziert” ist nun seit Ende August erhältlich und die nächste Single steht bereits in den Startlöchern. Doch bevor wir den nächsten Song online stellen, hat Niels ein paar Fragen zu der ersten EP “Hereinspaziert” beantwortet, die wir gerne mit euch teilen möchten:

 

Welcher Song der EP gefällt dir am besten und warum?

Antwort:

Nicht leicht zu beantworten, da wir eine Auswahl von 5 “Highlight”-Songs getroffen haben. Aber der Opener „Es kann nur einen geben“ schafft es auf meiner Liste ganz knapp auf Platz 1. Florins Riff in diesem Song ist für mich “Rock“ pur und der Text harmoniert mit diesem Gefühl. Auch gerade weil wir das Prinzip der Ewigkeit ein wenig „ausheben“ haben es mir die Lyrics sehr angetan.

 

Du hast die Texte der einzelnen Songs immer sehr schnell parat gehabt. Wie schreibst du deine Texte – gibt es eine “Sammlung” die sich unabhängig von der Musik entwickelt?

Antwort:

Tatsächlich schreibe ich mir des Öfteren Ideen, Themen oder Phrasen auf, die mir im Alltag über den Weg laufen. Somit hab ich einen Pool auf den ich zurückgreifen kann für erste oder fehlende Passagen. Allerdings richte ich mich gerne nach der Stimmung im Refrain oder lass mich vom Groove der Strophen treiben. Je nachdem welchen Ansatz ich wähle, baut sich der Text nach einer Themenwahl oder nach Emotionen auf. Ab und an gelingt es auch von der 1. Zeile bis zum letzten Wort durchzuschreiben – eher selten aber es passiert.

 

Die EP hört sich sehr energiegeladen an. Gibt es dahingehend spezielle Tricks beim Schreiben der Songs?

Antwort:

Gitarren-Doppelungen, Vocals mehrfach einsingen, breite Backvocals – ja schon fast Chöre kreieren, wuchtige Drums, teilweise einen knurrigen Bass – und jedem seinen Raum lassen. Damit kann man schon einen mächtigen Sound entwickeln. Wir haben bei einigen Songs bis zu 6 Gitarren mit sehr unterschiedlichen Sounds zu einem Part eingespielt. Es ist schon grenzwertig aber funktionierte da einfach. Oft ist auch einfach das Gefühl da, dass es passt – “richtig oder falsch” ist dann egal. Wir benutzten gerne den Satz „lass uns den Part noch etwas färben“ und setzten noch etwas „on top“ oder seicht darunter.

 

Welche Gefühle sollen dem Hörer beim Hören der EP vermittelt werden?

Antwort:

Wir erzählen dem Hörer etwas über „Charlie“. Über seine Gedanken, Ansichten, Erfahrungen und Meinungen. Charlie ist so gesehen keine Person – dennoch kann man Charlie auch irgendwo immer in sich selber finden. Ich genieße es sehr, wenn wir den Zuhörer mit auf eine emotionale Reise nehmen können und dieser sich durch eigenen Erfahrungen in den Songs selber entdecken kann. Es ist ja nicht immer die heile Welt die man erlebt und genau dies trifft auch auf Charlie zu – und gerade deswegen sollte man die schöne Zeit genießen, feiern und auskosten.

 

Wie hört man als Songwriter selbst Musik? Analysierst du auch deine Lieblingsmusik oder ist das Hören von Songs ein reiner Gefühlsakt?

Antwort:

Man hört wesentlich genauer hin (auch analytisch), wie und auf welche Art ein emotionaler Effekt bei einem selber verursacht. Automatisch schaut man sich natürlich auch einiges ab. Es ist schon erstaunlich was dabei bei einem selber heraus kommt. Wenn ich jemanden aufzeige, auf welchem musikalischen Grundgedanken ich z.B. einen eigenen Song geschrieben habe und meine „Vorlage“ von einem anderen Künstler abspielen würde – da treffen zwei Welten aufeinander. Und genau das macht es so spannend sich inspirieren zu lassen.

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